Radentscheid Kassel

Die Initiative zur Förderung des Radverkehrs in Kassel

Wir setzen uns für den verstärkten Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr in Kassel ein. Dazu haben wir 2018 ein Bürgerbegehren durchgeführt, dass im September 2019 in einem Beschluss der Kasseler Stadtverordnetenversammlung mit einer Teilübernahme unserer Ziele gemündet ist.

 

Unsere 8 Ziele für Kassel:

  1. Planung nach aktuellem Stand der Technik
  2. Kontinuierliche Führung des Radverkehrs
  3. Sichere und komfortable Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen
  4. Nebenstraßen als komfortable durchgängige Routen
  5. Sichere Nebenstraßen im Umkreis von Schulen und Kindergärten
  6. Sichere Kreuzungen für Fuß- und Radverkehr
  7. Mehr Abstellanlagen für Fahrräder
  8. Kampagnen zur besseren Akzeptanz des Radverkehrs

 Hier der ausführliche Inhalt unserer Forderungen.

 

Die Umsetzung unserer Forderungen kommt aus unserer Perspektive allen Bürger*innen zugute und wird die Lebensqualität in unserer Stadt steigern!

 

Der Radentscheid Ziele wird unterstützt vom AstA der Uni Kassel, dem ADFC, dem VCD, dem Umwelthaus Kassel sowie dem BUND Kassel, der Fachschaft ASL und dem Projekt backtotheroads.

Poolnudel-Tour am 19.09.2018 - Foto: Johannes Hetzer
Poolnudel-Tour am 19.09.2018 - Foto: Johannes Hetzer
Übergabe der Unterschriften am 12.11.2018 - Foto: Johannes Hetzer
Übergabe der Unterschriften am 12.11.2018 - Foto: Johannes Hetzer

Aktuelles

04.07.2022 - Die Verkehrswende kommt auf Hessentour!

Täglich Stau, Verspätungen, Abgase, Unfälle, Lärm und jede Menge Stress. Viele Menschen haben das satt und wünschen sich eine gut funktionierende, umweltfreundliche und sichere Mobilität für alle – kurz: die Verkehrswende. Kassel und neun weitere hessische Städte dürfen sich jetzt buchstäblich auf die Ankunft der Verkehrswende freuen. Denn seit Samstag, 2. Juli, geht die „Verkehrswende Hessen“ acht Tage lang auf Tour – in Form einer Radler:innengruppe, die sich für ein Verkehrswende-Volksbegehren in Hessen starkmacht.

 

An den zehn Etappen der Verkehrswende-Hessentour – Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach, Gießen, Marburg, Kassel, Fulda, Gelnhausen, Hanau und Frankfurt – finden Aktionen wie Fahrradkorsos und Diskussionsrunden statt. Auch an vielen Orten zwischen den Etappen gibt es immer wieder Stopps, die Gelegenheit bieten, zum Thema Verkehrswende ins Gespräch zu kommen: „Mit unserer Tour durch ganz Hessen möchten wir noch mehr Menschen erreichen und für unsere Ideen zur Verkehrswende begeistern. Besonders abseits der großen Städte fehlen Alternativen zum Auto. Das wollen wir ändern“, erläutert Hessentour-Radler Torben Hedderich.

 

In Kassel trifft die Verkehrswende-Hessentour am Mittwoch, 6. Juli gegen 18:30 Uhr an der Damaschkebrücke ein – von dort aus begleiten wir die Tour mit dem Fahrrad auf ihrem letzten Stück zum Hiroshima-Ufer. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen! Dort wird in einer kurzen Kundgebung auf die dringend benötigte Verkehrswende hingewiesen." 

 

Hintergrund: https://verkehrswende-hessen.de/tour/

17.06.2022 - Critical Mass Extra aufgrund der Verkehrsführung am Steinweg

Mit der neuen „Lösung“ für das immer noch bestehende Problem für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen am Steinweg zeigt die Stadt Kassel bzw. Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD), dass sie kein Interesse daran haben, eine für alle Bürger*innen gute Lösung zu finden. Durch die Entfernung des Radstreifens unterstreicht sie eigentlich nur, dass dieser sowieso eine schlechte Option für  Fußgänger*innen und  Radfahrer*innen war und, dass sie sich mit Themen der Verkehrswende nicht beschäftigen will.

 

Wir werden nicht aufhören, bis es in Kassel ausreichend sichere Radwege gibt.

 

Kommt zur Critical Mass Extra am Samstag, den 18.06.22, um 09:00 Uhr am Fridericianum

 

 

 

HNA-Bericht vom 17.06.2022
HNA-Bericht vom 17.06.2022

09.06.2022 - Offener Brief an die Kasseler SPD-Fraktion

Nach der Absage des Verkehrsversuchs auf dem Steinweg durch OB Geselle (SPD) und dem anschließendem Aus der Grün-Roten-Koalition im Kasseler Rathaus haben wir einen Offenen Brief an die SPD-Fraktion verfasst:

 

Sehr geehrte Damen und Herren der SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung Kassel,

 

Am 23. September 2019 hat Ihre sozialdemokratische Vorgängerfraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung gemeinsam mit den damaligen Grünen sowie Andreas Ernst eine Vorlage Ihres Parteikollegen und Oberbürgermeisters Christian Geselle zur Förderung des Radverkehrs in unserer Stadt mit einigen Änderungen verabschiedet.

 

Unter Punkt 3 ist dort zu lesen:

 

“[Die Stadtverordnetenversammlung] beauftragt den Magistrat, pro Jahr für mindestens 5 km Hauptverkehrsstraßen in der Baulast der Stadt Kassel bis zum Abschluss der Vorplanung (Ende der Leistungsphase 2 HOAI) neu zu planen und dabei neue Radverkehrsanlagen in beiden Fahrtrichtungen zu integrieren. [...] Ergänzend sollen parallel dazu Verkehrskonzepte erstellt und Verkehrsversuche durchgeführt werden, die aufzeigen, wie der Verkehr im Hauptstraßennetz insgesamt künftig abzuwickeln ist.”

 

Mit Erstaunen haben wir nun festgestellt, dass Herr Geselle öffentlich verlauten lässt, dass er Hauptverkehrsachsen in Kassel offensichtlich nur in ihrer Funktion als Durchgangsstraßen für den Kfz-Verkehr betrachtet und - entgegen Ihres Beschlusses - jegliche Änderungen dort kategorisch ausschließt.

 

Daher fragen wir als Initiative Radentscheid, in Vertretung der fast 22.000 Bürgerinnen und Bürger Kassels, die für unsere Ziele unterschrieben haben sowie aller, denen eine fahrrad- und menschenfreundliche Stadt Kassel am Herzen liegt:

  • Wie gehen Sie damit um, dass der Beschluss der demokratisch gewählten Stadtverordnetenversammlung seitens des Oberbürgermeisters öffentlich zurückgewiesen wird?

  • Wie möchten Sie die geplante Förderung des Radverkehrs auch an Hauptverkehrsstraßen umgesetzt haben und wie wird das mit den Ansichten des Oberbürgermeisters vereinbart?

  • Ist Ihr Ziel ebenso wie das des Oberbürgermeisters, dass die Hauptverkehrsachsen unangetastet bleiben und somit der Ist-Zustand von lauten, die Stadt durchtrennenden, autobahnähnlichen und menschenfeindlichen Fluchten lediglich verwaltet werden soll? Weshalb haben Sie dennoch einen anderslautenden Koalitionsvertrag unterzeichnet?

  • Wo sehen Sie Möglichkeiten für eine Vereinbarkeit der Aussagen des Oberbürgermeisters mit dem Ziel der menschen- und klimafreundlichen Mobilität, die Sie im Kommunalwahlprogramm artikuliert haben?

Wir sind entsetzt von den Aussagen Ihres Parteifreundes und fragen uns zudem, wie Kassel auch für Menschen, die an den Hauptverkehrsstraßen wohnen, zu einem “besten Zuhause” werden kann, wenn deren direktes Wohnumfeld nur zur Abwicklung eines Verkehrsträgers dient, der sie am nächtlichen Schlafen mit offenem Fenster hindert und zudem in seiner jetzigen Form und großen Anzahl der Erreichung der Klimaneutralität 2030 - die ja ebenso von Ihnen beschlossen wurde - im Wege steht.

Leider machen die Aussagen von Herrn Geselle auf uns den Eindruck, dass er als Oberbürgermeister den aktuellen Zustand (städtische Straßen als Kfz-Durchgangsachsen) verwalten möchte, statt das Lebensumfeld von Kasseler Bürgerinnen und Bürgern aktiv zu umzugestalten und die Mobilität entsprechend zu lenken, wie es moderne Kolleginnen - auch der Sozialdemokratie - etwa in Paris mit Anne Hidalgo längst tun und damit große Erfolge einfahren.

 

Demgegenüber müssen wir für Kassel bisher feststellen, dass die meisten Maßnahmen, die mit uns vereinbart worden sind, höchstens ansatzweise umgesetzt wurden. Es gibt zwar punktuelle Verbesserungen wie in der Goethestraße und der Friedrich-Ebert-Straße, die Fahrradförderung ist jedoch in den letzten 3 Jahren kaum vorangekommen - Kassel liegt im Städtevergleich weit zurück. Es existieren keine sicheren, lückenlosen Radverbindungen durch die Stadt und ins Umland. Es fehlen ausreichende sichere Abstellanlagen für Fahrräder. Es fehlt ein Schulwegekonzept, das Elterntaxis überflüssig macht. Es gibt keine Aktionen zur Förderung der Akzeptanz des Radverkehrs. Die Liste an Versäumnissen ist lang, viele bereits beschlossene Projekte und die Vorschläge des Klimaschutzrates werden nicht oder nur sehr zäh umgesetzt, es fehlt an Personal für die Planung.

 

Wir bitten Sie dringend:

 

Kehren Sie zur Sachpolitik zurück und begraben Sie vermeintliche Eitelkeiten im politischen Betrieb! Auf dem Weg zu einer lebenswerten Stadt und zur Klimaneutralität 2030 sind keine Verzögerungen mehr tragbar - jeder verlorene Tag muss doppelt und dreifach aufgeholt werden. Dass die Veränderungen im ersten Moment schmerzhaft sein könnten, steht außer Frage - fehlende Maßnahmen werden aber noch viel schmerzhafter für die gesamte Stadtgesellschaft sein.

 

Wir freuen uns auf Ihre Antwort, 

 

freundliche Grüße

 

Radentscheid Kassel

19.05.2022 - Blockierende Haltung von Geselle als Grund für die fehlenden Verbesserungen für den Radverkehr

Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) hat nach Ansicht der Initiative mit der Absage des Verkehrsversuchs am Steinweg und der Beschneidung der Aufgaben von Verkehrsdezernent Nolda der Förderung des Radverkehrs in Kassel einen weiteren Dämpfer verpasst. Zuvor sei die Verkehrswende im vergangenen Jahr in Kassel kaum vorangekommen, ein Großteil der mit der Initiative vereinbarten Maßnahmen bisher nicht umgesetzt worden.

 

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20.03.2022 - Low hanging fruits statt echte Verkehrswende - Initiative Radentscheid begrüßt Fortschreibung der Maßnahmenliste, bemängelt aber fehlende Ambitionen

Die Initiative Radentscheid begrüßt die Fortschreibung der Maßnahmenliste “Baustein Zukunft” durch den neuen Verkehrsdezernenten Christof Nolda (B90/Die Grünen) grundsätzlich. Dabei blieben wichtige Routen für den Radverkehr aber auf unbestimmte Zeit gefährlich, vereinbarte Hauptrouten im Nebenstraßennetz seien aber erfreulicherweise weiter zentraler Bestandteil.

 

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15.03.2021 -  Ortsbefahrung Harleshausen am Samstag, 19.03 - 14 Uhr

 

Der langjährig geplante Umbau der "Drei-Brücken" hat begonnen. Es ist an der Zeit, sich ein Bild über die Situation in den angrenzenden Stadtteilen zu machen.

 

Wir wollen die Chance nutzen, frühzeitig auf notwendige Maßnahmen für einen sicheren und komfortablen Radverkehr hinzuweisen und in Harleshausen starten.

 

Stationen:

  • Die Drei Brücken
  • Bahnhof Harleshausen
  • Zentrum Harleshausen, Sparkasse
  • Nahkauf Markt Ahnatalstraße
  • Schluss Station Bolzplatz Todenhäuser Str.

 

Termin: Samstag 19.03. um 14 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Spielverein 06 in der Zentgrafenstraße

 

 

09.11.2021 -  Sichere Radinfrastruktur für Kassels Fahrrad-Hauptroute:

Bahnhof Wilhelmshöhe <> Innenstadt <> Universität

Die Achse vom Bahnhof Wilhelmshöhe zur Universität am Holländischen Platz ist eine der wichtigsten Verbindungen für den Kasseler Radverkehr und wurde im Rahmen der Absprachen zwischen uns und der Stadt als entscheidend für die Entwicklung des Radverkehrs in Kassel eingeschätzt. Die Verbindung soll idealerweise bis 2025 den Radverkehr schnell und sicher durch die Stadt führen.

Die Debatte um die Umsetzung der Fahrradstraße Goethestraße hat gezeigt, dass in der Stadtgesellschaft noch sehr unterschiedliche Vorstellungen existieren, wann Radverkehrsinfrastruktur sicher und einladend für alle Menschen ist. Diese Debatte möchten wir mit einer Auswahl an Visualisierungen weiter in Gang bringen. Visualisierungen sind aus unserer Sicht ein gutes Mittel, um aufzuzeigen, wie Städte aussehen können, die umweltfreundliche Verkehrsarten mehr und konsequenter fördern, als das bisher der Fall ist.

Unter großem Aufwand einzelner Radentscheid-Mitglieder und mit vielen Diskussionen verbunden haben wir Bilder erstellen lassen, die aus unserer Sicht eine gute, sichere Umsetzung von Radverkehrsinfrastruktur darstellen - ohne Anspruch auf perfekte rechtliche Umsetzbarkeit und mit einem deutlichen Fokus auf dem Radverkehr. In einer eventuellen Umsetzung müssten dazu noch viele gestalterische Elemente kommen, um auch die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu erhöhen.

Kern unserer Vorstellungen von Radverkehrsanlagen ist die konsequente Trennung aller Verkehrsarten, sodass Konflikte möglichst weit minimiert werden können. Zudem sollen Hauptradrouten auch baulich so gestaltet werden, dass kein Kfz-Durchgangsverkehr mehr möglich ist. Nur so kann aus unserer Sicht eine sichere Radverkehrsführung entstehen, die alle Menschen dazu einlädt, dieses Verkehrsmittel zu nutzen.

 

Zu den Visualisierungen...

17.08.2021 -  Pressemitteilung zur Goethestraße

 

Die Initiative Radentscheid begrüßt die Fertigstellung der Umbaumaßnahmen zur Fahrradstraße Goethestraße. Die Umsetzung sei aber trotz einhelliger konstruktiver Kritik von Initiativen und Verbänden weit von einer einladenden Infrastruktur für alle Radfahrenden entfernt.

 

Die Situation in der neuen Fahrradstraße hat sich - nach Einschätzung des Radentscheids - durch die durchgehende Vorfahrtsregelung und die verengten Kreuzungen insbesondere im Bereich Kirchweg/Goethestraße etwas verbessert. Dennoch wurde im Ergebnis kein zufriedenstellender Standard erreicht. So kritisiert die Initiative etwa, dass entgegen der Vorgaben im Radverkehrskonzept der Stadt und der Rückmeldung zahlreicher Verbände am Querparken festgehalten wurde, obwohl dies die gefühlte und tatsächliche Sicherheit beim Radfahren dort massiv beeinträchtige. 

 

(...)

 

Ferner zeige die derzeitige Debatte in der Presse um die Durchfahrtregelungen für Kfz, dass die Infrastruktur dort nicht intuitiv regelkonform befahrbar sei. So kritisiert Thomas Hofmann, Sprecher der Initiative Radentscheid: 

 

“Es ist unverständlich, dass man die Durchfahrt von Kfz nicht, wie auch vom Klimaschutzrat gefordert, mit baulichen Maßnahmen so lenkt, dass tatsächlich nur Anlieger mit ihrem Auto dort hineinfahren. Jede Regelung, die erst aufwendig erklärt werden muss, wird kaum Wirkung entfalten.”

 

Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier.

 

Wir haben uns zudem intensiv Gedanken gemacht, wie sichere Fahrradinfrastruktur in einer Nebenstraße in Kassel gestaltet werden kann. Der "out of the box"-Ansatz soll eine mögliche Lösung aufzeigen. 

Weitere Informationen...

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Radentscheid Trailer

Kinotrailer von Felix Kramer für den Radentscheid Kassel während der Unterschriftensammlung im Sommer/Herbst 2018