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20. März 2019 - Happy Birthday Radentscheid & Demo 'Verkehrswende Jetzt!'

Radentscheid Kassel - Newsletter Nr. 3/2019

Happy Birthday Radentscheid &
Demo 'Verkehrswende Jetzt!'

Liebe Unterstützer*innen und Interessierte,

kaum zu glauben, aber wahr: Unser „Baby“ wird heute Eins! Heute vor genau einem Jahr saßen ca. 20 engagierte Menschen zusammen im Sudhaus und haben sich nach einem intensiven Austausch dazu entschieden, einen Radentscheid für Kassel ins Leben zu rufen. Seitdem gab es viel zu tun: Zahlreiche Aktionen haben wir organisiert (Radweg-Royal (roter Teppich), Poolnudel-Tour, Fahrrad-Parkplatz beim Marathon, Kidical-Mass und mehr). Wir waren bei diversen Veranstaltungen dabei (Tag der Erde, Zissel, Waschbär Open Air, etc.) und haben eigene organisiert, zuletzt den Vortrag von Heinrich Strößenreuther, und eine Party. Die intensive Vorbereitung unseres Bürgerbegehrens zur Förderung des Radverkehrs hat viel Zeit in Anspruch genommen, genauso wie die mega-erfolgreiche Unterschriftensammlung, die uns jede Menge Spaß und gute Gespräche beschert hat. Unser Ziel waren 15.000 Unterschriften für mehr und bessere Radwege. In drei Monaten kamen – dank der großartigen Unterstützung – sogar fast 22.000 zusammen! Damit haben wir Kassels Lokalpolitik beeindruckt. Dies ist ein starkes Zeichen der Bürger*innen dieser Stadt für eine Verkehrswende!

Von den Menschen, die den Radentscheid ins Leben gerufen haben, sind die meisten bis heute dabei. Jede/r bringt so viel Zeit und Energie ein, wie sie/er kann und will. Viel Herzblut wurde bereits in dieses Projekt investiert, von dem wir zu Beginn nicht ahnten wie umfangreich es würde! Das Baby wächst und auch das öffentliche Interesse an unserem Projekt. Durch den gemeinsamen Einsatz für das Radfahren sind in den letzten Monaten stabile Netzwerke und neue Freundschaften entstanden. Einfach toll, was der Radentscheid schon alles auf den Weg gebracht hat! Jetzt fehlen nur noch die Radwege... ;)

Verkehrswende Jetzt!

Damit Kassels Radinfrastruktur endlich vernünftig ausgebaut wird, müssen wir unsere Forderungen weiterhin laut und deutlich vertreten, z.B. auf der großen Verkehrswende-Demo am Samstag, den 23. März, um 14 Uhr ab Hauptbahnhof. Kommt vorbei, bringt Schilder, Musik und eure Freund*innen mit! Wir demonstrieren gemeinsam mit anderen Initiativen für bessere Radwege, aber auch für besseren und günstigeren Nahverkehr, denn nur so gelingt die dringend notwendige Verkehrswende. Macht mit!

Verhandlungen mit der Stadtpolitik

Und was macht die Politik? Von Seiten der rot-grünen Rathauskoalition gibt es bisher keinen Änderungsvorschlag zur Magistratsvorlage vom 18. Februar. Wir sind der Meinung, dass die Stadt mit nur 500.000 Euro zusätzlichen Eigenmitteln pro Jahr den Radverkehr völlig unzureichend fördert (siehe auch HNA-Interview von heute). Dennoch sind wir derzeit verhalten optimistisch, dass die Magistratsvorlage noch in unserem Sinne verbessert wird. Dies bedeutet angemessene finanzielle Mittel, mehr Stellen und verbindliche Maßnahmen im Stavo-Beschluss.

Bis dahin bleibt es weiterhin wichtig, Lokalpolitiker*innen auf das Thema Radentscheid anzusprechen. Falls ihr Stadtverordnete kennt, bittet sie darum, sich für den Radverkehr einzusetzen. Fordert sie auf, mehr städtisches Geld in den Ausbau der Radwege zu investieren! Falls ihr keine Stadtverordneten kennt, lernt sie kennen! Kommt zu öffentlichen Ausschusssitzungen (s.u.), sprecht Entscheidungsträger*innen an, schreibt ihnen E-Mails oder Briefe und unterstützt uns, indem ihr Leser*innenbriefe oder Online-Kommentare schreibt. Wir fordern eine zukunftsfähige Stadt! Nun ist die Lokalpolitik gefragt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Unterstützen wir sie mit starkem Rückenwind! 22.000 Unterschriften für den Radentscheid sind ein klarer Auftrag für eine Verkehrswende!

Für eine l(i)ebenswerte Stadt!

Euer Team Radentscheid Kassel

Termine zum Radentscheid

23. März um 14 Uhr - Hauptbahnhof Kassel 
Demo "Verkehrswende Jetzt!" - Gemeinsam mit der Initiative Nahverkehr gehen wir auf die Straße um ein Zeichen zu setzen: Für die Förderung des Rad- und Fußverkehrs in Kassel und einen besseren und günstigeren Nahverkehr.

27. März um 18 Uhr - Rathaus Kassel (1.OG Sitzungssaal des Magistrats)
Stadt Kassel - Finanzausschuss

28. März um 17 Uhr - Rathaus Kassel (1.OG Sitzungssaal des Magistrats)
Stadt Kassel - Rechtsausschuss

28. März  um 20 Uhr - Umwelthaus Kassel
Radentscheid Plenum

29. März  um 18 Uhr - Friedrichsplatz
Critical Mass Kassel

3. April um 17 Uhr - Rathaus Kassel (1.OG Sitzungssaal des Magistrats)
Stadt Kassel - Verkehrsausschuss 

8. April um 16 Uhr - Rathaus Kassel (Sitzungssaal der Stadtverordneten)
Stadt Kassel - StaVo-Sitzung

11. April um 17:30 Uhr - Umwelthaus
Pool-Nudel-Tour #2

Wir engagieren uns ehrenamtlich für mehr und bessere Radwege in Kassel
und sind auf Eure Unterstützung angewiesen. 

Spendenkonto
Empfänger: VCD Hessen e.V.
IBAN: DE33 5009 0500 3100 9532 40
BIC: GENODEF1S12
Zweck: Radentscheid Kassel

Spenden sind steuerlich absetzbar!

26. Februar 2019 - Kassel braucht Radwege statt schöner Worte

Radentscheid Kassel - Newsletter Nr. 2/2019

Kassel braucht Radwege statt schöner Worte

Liebe Unterstützer*innen und Interessierte,
Oberbürgermeister Geselle (SPD) und Dezernent Stochla (SPD) versuchen gerade, uns den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem sie betonen “hinter den Forderungen des Radentscheids” zu stehen. Sie geben vor zu bedauern, dass unser Bürgerbegehren “leider unzulässig sei”, obwohl es darüber sehr wohl unterschiedliche Ansichten gibt und wir den Eindruck haben, dass die Zulässigkeit von Seiten der Stadt alles andere als wohlwollend geprüft wurde.

Während wir zeitintensive Gespräche mit der Verwaltung führen, schaffen Geselle und Stochla Fakten durch eine eigene Vorlage zur “Förderung des Radverkehrs”. Diese wurde trotz unserer Einwände am Montag, den 18. Februar, in den Magistrat eingebracht. Die Vorlage orientiert sich bei oberflächlicher Betrachtung an unseren Forderungen, auf den zweiten Blick entpuppt sie sich jedoch als Absichtserklärung mit wenig Substanz! Wir vermissen darin Zahlen, um die Umsetzung der Maßnahmen überprüfen zu können. Die Erhöhung des Etats für den Radverkehr um 500.000 Euro Eigenmittel pro Jahr ist viel zu gering und zwei zusätzliche Planer*innen-Stellen sind zu wenig, um den Radverkehr angemessen zu fördern!

Sollte diese Magistratsvorlage in der Stadtverordnetenversammlung Zustimmung finden, wird sich an der katastrophalen Situation für uns Radfahrer*innen kaum etwas ändern. Trotz freundlicher Absichtserklärungen in der Öffentlichkeit meinen es der Oberbürgermeister und sein Dezernent offenbar immer noch nicht ernst mit der Förderung des Radverkehrs und dem Ausbau der Radwege in Kassel.

21.781 Unterschriften für den Radentscheid sind allerdings eine deutliche Botschaft an die Politik. Solange dieser Handlungsauftrag nicht verstanden bzw. nicht umgesetzt wird, müssen wir den Druck aufrechterhalten. Wir machen so lange weiter, bis unsere Forderung nach einer menschenfreundlichen Verkehrsinfrastruktur für Kassel realisiert wird!

Unterstützt uns bitte weiterhin dabei!

Wir alle können Stadtverordnete und andere Entscheidungsträger*innen persönlich auf das Thema Radverkehr ansprechen, zahllose Leser*innenbriefe schreiben und uns an Veranstaltungen beteiligen, z.B. am 1. März im Rathaus. Wir werden uns einmischen und ständig im Gespräch bleiben. Durch zahlreiche Aktionen werden wir Aufmerksamkeit erregen und kämpfen gemeinsam weiter, bis die Weichen für eine fahrradfreundliche und l(i)ebenswertere Stadt gestellt sind!

Weiter unten findet ihr folgende Informationen:
Für eine l(i)ebenswerte Stadt!

Euer Team Radentscheid Kassel

 
28. Februar (Donnerstag) 20 Uhr - Campus Holländischer Platz (Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0210) 
Radentscheid-Plenum - ausnahmsweise an der Uni, danach wieder vierzehntägig am Donnerstag um 20 Uhr im Umwelthaus (14.3., 28.3., 11.4. usw.). Jede/r ist willkommen!

1. März (Freitag) 18 Uhr - Rathaus (Bürgersaal)
Info-Veranstaltung der Stadt zum Thema Radverkehr und Radentscheid
. OB Geselle und Dezernent Stochla präsentieren ihre Perspektiven für den Radverkehr in Kassel und stellen sich unseren Fragen und Anmerkungen. Wir sollten möglichst zahlreich erscheinen, um unmissverständlich klar zu machen, dass wir nicht locker lassen, bis sichergestellt ist, dass die Situation des Radverkehrs in Kassel in unserem Sinne verbessert wird.

11. März (Montag) 15:30 Uhr - Rathaus (1. OG)
Klingel-Aktion im Vorfeld der nächsten StaVo-Sitzung:
 Wir werden die politischen Vertreter*innen ab ca. 15:30 Uhr vor dem Eingang zum Saal der Stadtverordneten  wieder mit lautem Fahrradklingeln begrüßen um auf die Belange des Radverkehrs aufmerksam zu machen. Kommt und klingelt, was die Klingel hergibt!

23. März um 14 Uhr - Hauptbahnhof Kassel 
Demo "Verkehrswende Jetzt!"
- Gemeinsam mit der Initiative Nahverkehr gehen wir auf die Straße um ein Zeichen zu setzen: Für die Förderung des Rad- und Fußverkehrs in Kassel und einen besseren und günstigeren Nahverkehr. Haltet euch den Termin auf jeden Fall frei und informiert eure Freund*innen!

3. April 17 Uhr - Rathaus (1. OG, Sitzungssaal des Magistrats)
Öffentliche Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr: Hier wird wahrscheinlich zum ersten Mal öffentlich über die Magistratsvorlage zum Radentscheid diskutiert. Kommt als Zuhörer*innen!
Ende Januar wurde uns von Oberbürgermeister Geselle (SPD) und Dezernent Stochla (SPD) mitgeteilt, dass unser Bürgerbegehren nach Auffassung der Stadt unzulässig sei und dass sie eine eigene Magistratsvorlage zur (vermeintlichen) Förderung des Radverkehrs in Kassel in die Stadtverordnetenversammlung einbringen wollen.

Diese Vorlage, die aus unserer Sicht lediglich eine Alibi-Förderung des Radverkehrs beinhaltet, wurde inhaltlich fast unverändert am 18.02. vom Magistrat beschlossen. Dies geschah trotz unserer Kritik und während laufender Verhandlungen zwischen uns und Vertreter*innen des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes sowie Herrn Stochla.

Nach Aussage der Herren Geselle und Stochla könnten nun die Fraktionen Veränderungsvorschläge einbringen, bis über die Vorlage in der StaVo beraten und abgestimmt wird. Warum wird nicht von Anfang an eine verbesserte Vorlage eingebracht? Warum wurde trotz laufender Verhandlungen an dem Termin 18.02. festgehalten, obwohl es keine formalen Gründe gibt für diesen Zeitdruck?

Wir sind verärgert über dieses Vorgehen und derzeit nicht besonders optimistisch, dass die Magistratsvorlage so in unserem Sinne verbessert wird, dass sie den Radverkehr in Kassel voranbringt. Aber gerne lassen wir uns in diesem Punkt positiv überraschen! Sollte die Vorlage nicht deutlich verbessert werden, ist sie für uns völlig inakzeptabel! Wir machen weiter bis der dringende Wunsch der Kasseler Bürger*Innen nach einer menschenfreundlichen (Rad-)Verkehrsinfrastruktur umgesetzt wird!

Die Magistratsvorlage ist bisher noch nicht öffentlich. Nach unseren Informationen entspricht sie inhaltlich weitestgehend der Pressemitteilung der Stadt vom 25.01.2019.
Unsere Hauptkritikpunkte sind:

1. Scheinbare Übernahme der Ziele des Radentscheids ohne konkrete Zahlen und Umsetzungsperspektiven

Die Magistratsvorlage nennt acht Punkte, die den acht Zielen des Radentscheids bei oberflächlicher Betrachtung sehr ähnlich zu sein scheinen. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass hier quasi nur Überschriften übernommen worden sind, ohne dass die relevanten quantitativen und qualitativen Inhalte berücksichtigt wurden. Es handelt sich um unspezifische und nicht messbare Ziele, die sich nur wenig von den bisherigen Planungen der Stadt unterscheiden.

2. Zusätzliche Haushaltsmittel sind viel zu gering

Ab 2020 sollen zusätzlich mind. 500.000 € Eigenmittel für den Radverkehr bereitgestellt werden. ?Dieser Betrag ist in Anbetracht des Nachholbedarfs der Stadt Kassel im Bereich der Radinfrastruktur und der Kosten für Baumaßnahmen viel zu gering.? Laut Kostenschätzung der Stadt Kassel, die sehr viel höher ist als unsere eigene, kostet ein Meter Radweg (beidseitig) an einer Hauptverkehrsstraße ca. 3.125 €. ?Mit 500.000 € könnten somit nur 160 Meter Radweg im Jahr gebaut werden. ?Das ist lediglich ein “Tropfen auf den heißen Stein”.

In Kassel sollen laut Aussage von Herrn Stochla in Zukunft jährlich insgesamt ca. 4,5 Mio. €  in den Radverkehr investiert werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass in Kassel einschließlich Fördergeldern derzeit bereits ca. 3 Mio. € pro Jahr in den Radverkehr fließen. Mit der vorgesehen Erhöhung von 500.000 € Eigenmitteln plus großzügig prognostizierter 1 Mio. € Fördergeldern ergeben sich zukünftig 4,5 Mio. € jährlich, die für den Radverkehr zur Verfügung stünden. Aus unserer Sicht sind die von der Stadt genannten Ausgaben von aktuell ca. 3 Mio. € im Jahr für den Radverkehr ein recht optimistischer Schätzwert. Es liegt uns keine belastbare Kostenrechnung vor, die den Anteil der Ausgaben für den Radverkehr an einzelnen Straßenbauprojekten spezifiziert. Die Bewilligung von 1 Mio. € Fördergeldern ist unserer Meinung nach ebenfalls optimistisch.

3. Anzahl der neuen Stellen zu niedrig

Neben einer bereits beschlossenen Stelle in 2019 sollen in 2020 zwei weitere Stellen für den Radverkehr geschaffen werden. Wir finden, dass ist deutlich zu wenig. Schließlich können die Anträge für die erwarteten Fördergelder erst gestellt und die Radwege erst geplant werden, wenn  es mehr Planer*innenstellen gibt!

Am 15. Februar haben wir einen offenen Brief mit unserer Kritik an alle Kasseler Stadtverordneten verschickt. Wir finden es weiterhin wichtig, den Lokalpolitiker*innen zu verdeutlichen, wie schlecht und gefährlich die derzeitige Radinfrastruktur in Kassel ist und wie viele Bürger*innen für eine sofortige Verkehrswende sind! 
Bisher wurde uns lediglich ein Auszug aus dem Rechtsgutachten der Stadt vorgelegt. Das vollständige Gutachten liegt uns derzeit nicht vor. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Stadt unsere Forderungen wenig wohlwollend geprüft hat. Dazu zwei Beispiele:

Beispiel 1: “Nebenstraßen als komfortable durchgängige Routen” (Forderung 4)

Originaltext aus der Unterschriftensammlung:
Die Stadt Kassel gestaltet jährlich mindestens 5 km Nebenstraßen so um, dass diese für den Radverkehr attraktiver werden. Die Straßen sollen schnell und komfortabel befahrbar sein, möglichst zu durchgängigen Radrouten verbunden werden und öffentliche Einrichtungen, Geschäftsbereiche und Wohnquartiere miteinander verbinden. Die Straßen sollen folgende Anforderungen erfüllen:
  • Sie müssen einheitlich und gut erkennbar gestaltet sein.
  •  Der Kfz-Durchgangsverkehr muss baulich (z.B. mittels Fahrbahnverengungen) eingeschränkt werden
Diese Forderung ist nach Auffassung der Stadt zu unbestimmt, da der Begriff “attraktiv” unklar sei. Wir sind hingegen der Auffassung den Begriff hinreichend präzise erläutert zu haben.

Am 18.02. hat der Magistrat folgende Text beschlossen:
Die Stadt Kassel wird (…) d) im Nebenstraßennetz die Radrouten komfortabel und durchgängig befahrbar herstellen und den Kfz-Durchgangsverkehr dort geeignet reduzieren bzw. entschleunigen.

Soll sich Jede*r selbst ein Bild machen, welche Formulierung nun klarer ist. “Attraktiv” soll weniger präzise sein als “komfortabel”?

Beispiel 2: “Sichere und komfortable Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen” (Forderung 3)

Der wesentliche Kritikpunkt der Stadt ist, unsere Kostenschätzung sei unzureichend. Die Stadt Kassel geht bei Forderung 3 “Sichere und komfortable Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen” von Kosten von ca. 3,1 Mio. € pro Kilometer Radweg aus. Diese Kosten wurden anhand potenzieller Umbauten von Hauptverkehrsstraßen an besonders aufwendigen Stellen geschätzt. Die Stadt Darmstadt geht in ihrem Rechtsgutachten zum dortigen Radentscheid hingegen lediglich von Kosten zwischen 600.000 € bis 1,5 Mio € pro Kilometer Radweg an Hauptverkehrsstraßen aus. Unser Team, in dem auch Verkehrsplaner*innen engagiert sind, hat 800.000 € pro Kilometer geschätzt. Laut geltender Rechtsprechung dürfen die Anforderungen an den Kostendeckungsvorschlag dabei nicht überzogen sein.

Ob die Stadtverordneten der Empfehlung des Magistrats den Radentscheid für unzulässig zu erklären folgen, wird sich vermutlich bereits in der Stavo-Sitzung am 08.04.2019 zeigen. Erst nach einem Beschluss der Stavo besteht für uns die Möglichkeit Rechtsmittel einzulegen. Ob die Rechtsauffassung der Stadt zu unserem Bürgerbegehren Bestand hat, kann nur im Rahmen eines  - leider langwierigen - Gerichtsverfahrens geklärt werden. Wir haben uns vor der Unterschriftensammlung intensiv rechtlich beraten lassen, damit unser Bürgerbegehren zulässig ist. Allerdings sind die Anforderungen der Hessischen Gemeindeordnung an ein Bürgerbegehren sehr hoch und die Ausführungen dazu stellenweise recht vage. Insbesondere der Bereich des Kostendeckungsvorschlags ist häufig Gegenstand von Klageverfahren. Viele andere Bundesländer verlangen daher keine Kostenschätzung oder übertragen diese Aufgabe der Gemeinde. Wenn die Politik es nicht zum Bürgerentscheid kommen lassen will, gibt es leider zahlreiche Möglichkeiten dies zu verhindern!
Unsere Forderungen sind gerechtfertigt! 
Ob der Kasseler Radentscheid den sehr hohen formalrechtlichen Anforderungen genügt oder nicht, ist letztlich noch nicht entschieden. Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist Folgendes: 
  1. Kassel hat einen gewaltigen Nachholbedarf in Sachen Fahrradinfrastruktur!
  2. Unsere Forderungen sind moderat und können von der Stadt umgesetzt werden, sofern der Wille dazu besteht!
  3. 21.781 Bürger*innen haben die Forderungen des Radentscheids unterschrieben, dass ist mehr als die stärkste Partei in Kassel bei der letzten Landtagswahl an Stimmen bekommen hat und mehr als jede andere Bürgerinitiative in Kassel vorweisen kann. 
  4. Will die Stadtpolitik dieses überwältigende Votum ihrer Bürger*innen würdigen und den Weg zu einer lebenswerteren Stadt einschlagen, dann sollte sie so schnell wie möglich gute Bedingungen für den Radverkehr schaffen!
Für ein l(i)ebenswertes Kassel!
Wir engagieren uns ehrenamtlich für mehr und bessere Radwege in Kassel
und sind auf Eure Unterstützung angewiesen. 

Spendenkonto
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Zweck: Radentscheid Kassel

Spenden sind steuerlich absetzbar!

25. Januar 2019 - Stadt Kassel bremst Radentscheid aus

Leider wurde uns am Montag mitgeteilt, dass die Stadt Kassel unser Bürgerbegehren als rechtlich unzulässig bewertet. Wir sind nicht sonderlich überrascht, aber trotzdem enttäuscht darüber, dass der Magistrat den Weg zum Bürgerentscheid nicht freigeben will. Oberbürgermeister Geselle (SPD) und Verkehrsdezernent Stochla (SPD) wollen stattdessen eine eigene Magistratsvorlage zur Verbesserung der Radinfrastruktur einbringen. Diese lehnen wir in ihrer aktuellen Fassung allerdings ab, weil sie zu wenig konkrete Verbesserungen für den Radverkehr enthält. Insbesondere in Bezug auf die Umsetzungsqualität und -verbindlichkeit ist der Vorschlag noch weit entfernt von unseren Forderungen, für die im Herbst 2018 fast 22.000 Bürger*innen unterschrieben haben.

 

Wir setzen uns weiterhin für eine Verkehrswende und die Umsetzung unserer Forderungen ein und bleiben im Gespräch mit den Entscheidungsträger*innen der Stadt. Ein konstruktiver Austausch und respektvoller Umgang miteinander ist uns wichtig! Für weitere Informationen lest und verbreitet gerne unsere ausführliche Pressemitteilung im Anhang. Wer möchte, kommt mit uns in die StaVo-Sitzungen am  04.02.2019 um 16:00 Uhr sowie am 11.03.2019 um 16:00 Uhr. Dafür ist eine Einlasskarte in Verbindung mit einem gültigen Lichtbildausweis erforderlich. Diese könnt Ihr telefonisch unter 0561/7871223 oder per E-Mail: stavo-buero@kassel.de anfordern. Kommt in Radentscheid-Shirts und bringt Fahrradklingeln mit! Unser gemeinsames Anliegen wird dort sicherlich Thema sein!

 

Am Dienstag (29. 01.2019) haben wir gemeinsam mit dem dem ADFC, dem AstA und Greenpeace Heinrich Strößenreuther vom Volksentscheid Fahrrad aus Berlin nach Kassel eingeladen.

Er berichtet ab 19:30 Uhr im Hörsaal 4 des CampusCenter, Moritzstraße 18, über seine Erfahrungen in der Kampagnenarbeit für die Verkehrswende und Deutschlands erstes Mobilitätsgesetz. Außerdem werden wir zum aktuellen Stand des Bürgerbegehrens in Kassel berichten und möchten uns gerne mit euch darüber austauschen.

 

Wir freuen uns nach wie vor über Eure aktive Mitarbeit und über Spenden! Noch gibt es keinen Entschluss hinsichtlich des Ausbaus der Kasseler Radinfrastruktur, so dass wir weiterhin Printprodukte, Veranstaltungen, Fahrtkosten (z.B. für Gäste) finanzieren müssen. Unsere Anwältin prüft gerade die Magistratsvorlage der Stadt. Dies können wir ebenfalls nur aus Spendenmitteln bezahlen. Dank des VCD Hessen sind Spenden übrigens steuerlich absetzbar!

 

    Empfänger: VCD Hessen e.V.

    IBAN: DE33 5009 0500 3100 9532 40

    BIC: GENODEF1S12

    Zweck: Radentscheid Kassel

 

Weitere wichtige Formen der Unterstützung sind: Reden über den Radentscheid, z.B. mit Nachbar*innen, Kolleg*innen, aber auch mit Lokalpolitiker*innen und auch gerne Leser*innenbriefe und Online-Kommentare schreiben.

 

Wir sehen uns und hören voneinander. Fahrt vorsichtig durch den Winter und habt ein schönes Wochenende!

 

Für eine l(i)ebenswerte Stadt!

 

Euer Team Radentscheid Kassel

2018

23. Dezember 2018 - Frohe Weihnachten!

Im November haben wir fast 22.000 Unterschriften für unser Bürgerbegehren zur Förderung des Radverkehrs an Herrn Oberbürgermeister Geselle und Herrn Dezernenten Stochla überreicht. Laut Aussage des OB wird derzeit die rechtliche Zulässigkeit unseres Bürgerbegehrens unter Federführung des Rechtsamtes der Stadt geprüft. Erst im Anschluss daran soll die Prüfung/Zählung der Unterschriften erfolgen - und nur unter der Voraussetzung, dass unser Bürgerbegehren nach Auffassung der Stadt die Voraussetzungen der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) erfüllt. Da wir im Vorfeld gründlich recherchiert haben, und uns die Zulässigkeit durch ein Rechtsgutachten einer kompetenten Anwältin bestätigt wurde, gehen wir natürlich davon aus, dass es keine Probleme geben wird. 

 

Derweil vernetzen wir uns weiter mit anderen Initiativen. Vor allem mit den anderen Radentscheiden in Hessen stehen wir in engem Kontakt. Zum Stand der Dinge in Hessen:

 

Das engagierte Team des Radentscheids Frankfurt wartet immer noch auf das Ergebnis der Prüfung durch die Stadt. Wiesbaden soll laut jüngsten Presseberichten die hessische Großstadt mit den schlechtesten Bedingungen für Radfahrer*innen sein. Wiesbadener Bürger*innen planen nun auch dort einen Radentscheid.

 

In Darmstadt wurde bereits im August der Radentscheid vom Stadtparlament für ungültig erklärt, weil nach Auffassung des Magistrats der Stadt die Kostenschätzung zu niedrig und der Finanzierungsvorschlag nicht belastbar sei. Die eigentlichen Forderungen wurden hingegen als zulässig eingestuft.

 

Der Radentscheid Darmstadt hat gegen diese Entscheidung vor dem Verwaltungsgericht Klage eingereicht. Aus unserer Sicht ein richtiger Schritt, schließlich ist ein Bürgerbegehren ein Instrument der politischen Mitbestimmung durch Bürger*innen. Von Initiator*innen eines Bürgerbegehrens kann deshalb nicht erwartet werden über das Fachwissen einer Behörde zu verfügen. So oder so wird es in Darmstadt zukünftig bessere Radwege geben, denn die Stadt hat zwischenzeitlich ein Investitionsprogramm (4x4) für die Radinfrastruktur mit einem Gesamtvolumen von 16 Mio. € beschlossen. Der Einsatz unserer hessischen Kolleg*innen hat sich auf jeden Fall gelohnt! 

 

Wir haben von der Situation in Darmstadt insofern profitiert, dass wir unser Bürgerbegehren entsprechend anpassen konnten: Wir haben die geschätzten Kosten für die Umsetzung unserer Forderungen deutlich höher angesetzt und eine klare Finanzierung vorgeschlagen. Wir gehen deshalb davon aus, dass unser Bürgerbegehren die Voraussetzungen der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) erfüllt, und die Stadtverordnetenversammlung (StaVo) in ihrer nächsten Sitzung am 4. Februar darüber diskutieren und entscheiden wird. Das wird sicherlich spannend!

 

Falls es zu einem Bürgerentscheid kommen sollte, werden die Kasseler Bürger*innen voraussichtlich bei der Europawahl am 26. Mai 2019 über unsere Forderungen abstimmen können.

 

Wenn ihr als Gast bei der Sitzung der StaVo teilnehmen möchtet, könnt ihr dies nach vorheriger Anmeldung tun. Wir haben dies bereits in den beiden letzten Sitzungen genutzt um uns über die politische Stimmungslage der StaVo zu informieren. Am Rande der Sitzung am 17.12. haben wir OB Geselle übrigens ein kleines vorweihnachtliches Geschenk überreicht: Ein Radentscheid-Shirt und eine Fairtrade-Schokolade. Das soll ihm nicht nur Freude bereiten, sondern ihn auch an seine Verantwortung gegenüber fast 22.000 Bürger*innen erinnern, die für unser Bürgerbegehren zur Förderung des Radverkehrs unterschrieben haben. Wir hoffen, dass die Stadt sich gegenüber dem Radentscheid fair verhält und bleiben weiterhin aktiv für eine Verkehrswende in Kassel!

 

Für 2019 ist bisher folgendes geplant:

  •     10. Januar (Do), 20 Uhr - Plenum im Umwelthaus
  •     11.-13. Januar - Bundesweites Radentscheid Vernetzungstreffen in Felsberg
  •     15. Januar (Di) 18 Uhr - Vortrag Prof. Sommer im Umwelthaus
  •     19. Januar (Sa) 16 Uhr - Besuch des öffentlichen Neujahrsempfang der Stadt
  •     25. Januar (Fr) 18 Uhr - Critical Mass
  •     29. Januar (Di) 19:30 Uhr - Vortrag Heinrich Stößenreuther, Initiator des Volksentscheid Fahrrad, am Campus Holländischer Platz
  •     31. Januar (Do) 20 Uhr - Plenum im Umwelthaus
  •     4. Februar (Mo) ab 16 Uhr - Sitzung der Stadtverordnetenversammlung
  •     17. Februar (So) - Stand auf der „BikeExpo“ mit Sieger*innenehrung des Stadtradelns 
  •     18. Februar (Mo), ab 20 Uhr - Vortrag von Florian Keiper von der Fahrradbande Berlin im Umwelthaus 

Sicherlich wird es kurzfristig noch weitere Aktionen und Veranstaltungen geben, über die wir euch selbstverständlich informieren.

 

Wir wünschen uns allen bessere Radwege – und zwar nicht erst irgendwann, sondern schon ab 2019! Allen Unterstützer*innen eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in ein aktives neues Jahr!

 

Für bessere Radwege und eine l(i)ebenswerte Stadt!

 

Eure Initiative Radentscheid Kassel

12. November 2018 - 21.781 Unterschriften überreicht !!!

21.781 Unterschriften haben wir  in den letzten Monaten gesammelt und am Montag, den 12.11. feierlich an OB Geselle und Dezernent Stochla überreicht. Wooow..! Wir sind überwältigt von so viel Zuspruch für unser Projekt und die enorme Unterstützung aus der Kasseler Bevölkerung! Danke an alle, die sich an der Sammlung beteiligt und zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben !!! Die große Anzahl der Unterschriften ist ein deutliches Signal an die Lokalpolitik endlich eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Es ist Zeit für eine Verkehrswende in Kassel!

 

Es hat uns sehr gefreut, dass zahlreiche Menschen an der Übergabe teilgenommen  haben, trotz der relativ frühen Uhrzeit. Darunter auch Vertreter*innen von SPD, CDU, den Grünen und der LINKEN sowie Aktivist*innen befreundeter Radentscheide aus Berlin, Frankfurt und Darmstadt. Selbstverständlich waren auch der ADFC, der VCD und der AStA vor Ort. Die Presse zeigte großes Interesse.

Veröffentlichungen und Bilder von der Übergabe findet ihr unter: www.radentscheid-kassel.de/presse. Ein Video der Übergabe findet ihr bei Youtube. Die HNA berichtete ausführlich. Der Radentscheid Kassel auf der Titelseite - wer hätte das im Frühjahr gedacht?

 

Wie es weitergeht steht nicht in den Sternen, sondern liegt zunächst einmal in der Hand der zuständigen Fachämter der Stadt sowie der Lokalpolitiker*innen. Das Wahlamt wertet zunächst die Unterschriften aus und stellt fest, ob wir das nötige Quorum (4.501 gültige Unterschriften) erreicht haben. Außerdem überprüft die Stadt, ob wir die weiteren rechtlichen Vorgaben der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) eingehalten haben.

Im Anschluss stimmt die Stadtverordnetenversammlung (StaVo) über unser Bürgerbegehren ab.Wird es dort mehrheitlich angenommen, ist es für mindestens 3 Jahre bindend und muss umgesetzt werden. Andernfalls wird ein Termin für einen Bürgerentscheid festgelegt. Voraussichtlich zur Europawahl können die Wähler*innen dann abstimmen, ob unsere acht Forderungen zur Förderung des Radverkehrs umgesetzt werden sollen.  

 

Da das Thema Radverkehr „im Trend liegt“, gibt es zahlreiche Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und Europäischer Ebene. Wenn entsprechende Förderanträge gestellt werden, ist es möglich, dass die Kosten für den Ausbau der Radinfrastruktur nicht allein aus dem Haushalt der Stadt getragen werden müssen. Insofern sind die Ausgaben aus unserer Sicht absolut vertretbar und keine legitime Begründung unser Bürgerbegehren abzulehnen. Da es jedoch keine Garantie gibt, dass Förderanträge bewilligt werden, durften wir diese Zuschüsse nicht in unsere Kostenschätzung aufnehmen, bzw. davon abziehen. Die Stadt berücksichtigt solche Fördermittel regelmäßig in ihren Planungen.

 

Wo ein Wille ist, ist auch ein Fahrradweg! Um diesen Willen bei den zuständigen Stadtpolitiker*innen zu stärken schreibt gerne Leser*innenbriefe, Online-Kommentare, sprecht Entscheidungsträger*innen an und stellt euch öffentlich hinter den Radentscheid Kassel.

 

Vielen Dank für eure Unterstützung und für eindrucksvolle 21.781 Unterschriften! 

Für ein l(i)ebenswertes Kassel!

 Video von der Übergabe:

5. November 2018 - Zufrieden und gespannt

Wir werten gerade die gesammelten Listen aus und können Euch bereits jetzt mitteilen: Wir sind sehr zufrieden! Sowohl mit der Anzahl der eingegangenen Unterschriften als auch mit Eurer tatkräftigen Unterstützung, für die wir uns nochmal herzlichst bedanken möchten! Wie viele Unterschriften es jetzt genau sind werden wir in Kürze wissen und veröffentlichen!

Die Sammelstellen haben wir mittlerweile geschlossen. Falls ihr also noch ausgefüllte Listen zuhause habt, gebt diese bitte so bald wie möglich beim Umwelthaus in der Wilhelmstraße 2 ab.

 

!!! Feierliche Übergabe der Unterschriften an die Stadt - am Montag, den 12. November !!!
Wir treffen uns um 15 Uhr vorm Rathaus, um alle unsere gesammelten Unterschriften an OB Geselle und Dezernent Stochla zu überreichen. Kommt zahlreich und bringt eure Freund*innen und Fahrräder mit! Anschließend laden wir herzlich zu einem Sektempfang im Umwelthaus ein...

 

Wie geht es nach der Übergabe der Unterschriften weiter?

Zunächst werden die acht Forderungen des Radentscheid Kassel sowie die Unterschriftenlisten in den nächsten Wochen von der Stadt Kassel auf inhaltliche und formelle Zulässigkeit nach der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) geprüft und gezählt.Anschließend entscheidet die Stadtverordnetenversammlung (StaVo) darüber, ob sie unsere Forderungen zur Verbesserung der Radinfrastruktur annehmen möchte. Die Ortsbeiräte und viele Politiker*innen, mit denen wir gesprochen haben, unterstützen uns mehrheitlich, es gibt jedoch auch immer noch einige Bedenkenträger*innen. Sollte die StaVo das Begehren ablehnen, kommt es zum Bürgerentscheid.

Ein sinnvoller Termin für diese Abstimmung wäre die Europawahl am 26.05.2019. Die Stadt muss unsere Forderungen umsetzen, wenn die Mehrheit der Wähler*innen, mindestens aber 22.500, dafür stimmt. Dann wird der Radverkehr in Kassel aus unserer Sicht endlich angemessen gefördert. Wie Ihr wisst, gibt es hier aus unserer Sicht einiges nachzuholen..!

 

Noch eine gute Nachricht, die wir euch nicht vorenthalten wollen: 
!!! Unser Team hat beim „Stadtradeln“ gewonnen !!! Im Aktionszeitraum vom 7.-27. September legte das Team Radentscheid über 15.000 Kilometer mit dem Rad zurück. Auf Platz zwei folgt der ADFC Kassel. 
Da sich für den Radentscheid vor allem Menschen engagieren, die täglich mit dem Rad fahren, sind die meisten durch den Wettbewerb nicht mehr (oder weniger) Kilometer gefahren als sonst. Wir brauchen dafür kein “Stadtradeln” als Motivation. Trotzdem hat uns die Teilnahme großen Spaß gemacht! Letztlich hat unser Team mit über 2000 Kilometer Vorsprung den ersten Platz belegt, was aus unserer Sicht an der hohen Motivation und den zahlreichen Unterstützer*innen der Initiative liegt, die ebenfalls für das Team Kilometer gesammelt haben.Insgesamt bestand das Team Radentscheid während der Aktion aus 72 Radelnden. Die Ergebnisse für Kassel sind hier einsehbar.

Mit dem bundesweiten “Stadtradeln” steht Kommunen eine leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um in der Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Mobilität aktiv(er) zu werden. Das braucht es (auch) in Kassel!

 

Bis dahin führen wir weiterhin Gespräche mit lokalen Politiker*innen und treffen uns regelmäßig. Wir werden sicherlich auch weitere Aktionen durchführen, an denen ihr Euch gerne beteiligen könnt.

 

Wir sehen uns am Montag, den 12. November, um 15 Uhr vor dem Rathaus! 

25. Oktober 2018 - Endspurt der Unterschriftensammlung

Die Unterschriften-Sammlung für unser Bürgerbegehren zur Förderung des Radverkehrs in Kassel nähert sich dem Ende. Das feiern wir am Freitag mit einer fulminanten Radentscheid-Party. Im Anschluss an die Critical Mass ist zunächst ein „get together“ am Periptero auf dem Campus geplant. Ab 22 Uhr öffnet das K19  für uns, bei schlechtem Wetter schon früher. Feiert mit uns das Leben und unseren gemeinsamen Einsatz für ein l(i)ebenswertes Kassel!

 

Am 31. Oktober ist Schluss! Nicht mit lustig, aber mit Sammeln! Bis dahin sollen alle Listen, die sich noch im Umlauf befinden, bei uns eingetroffen sein. Anfang November werden wir dann aus den Sammelstellen ausgefüllte Listen und unser Material abholen. An dieser Stelle nochmal vielen herzlichen Dank an die tolle Unterstützung von über 120 Sammelstellen im Stadtgebiet !!!

 

Finale Sammelaktionen, bei denen ihr uns gerne unterstützen könnt:

  • Samstag 15 Uhr „Casseler Freyheit“ Treffen vor dem Umwelthaus und anschließendem Sammel-Spaziergang
  • Sonntag ab 14 Uhr „Kram- und Viehmarkt“ auf dem Dorfplatz Bettenhausen, mit Radentscheid-Stand.
  • Ab 16 Uhr treffen wir uns im Sandershaus zu Kaffee und Kuchen
  • Sonntag-Vormittag optional: Flohmarkt bei IKEA und beim DEZ
  • Je nach Wetterlage weitere Aktionen an der Uni in der nächsten Woche
  • Letzte Chance: Dienstag, 30. Oktober, 10-16 Uhr „Markt der Möglichkeiten“ im Campus Center 

Wenn wir alle Unterschriften-Listen eingesammelt haben, werden wir diese zunächst auswerten
und am 12. November um 15:30 Uhr an Oberbürgermeister Geselle und Verkehrsdezernent Stochla übergeben.

Save the date! Wir sind selbst gespannt, wie viele Unterschriften für unsere acht Forderungen zusammen gekommen sind.
Weiterhin gilt: Je mehr, desto besser!


P. S.: Und vergesst nicht am Sonntag zu wählen. Wir empfehlen die Wahlprogramme gründlich zu studieren. Was sagen die Parteien hinsichtlich der Förderung des Radverkehrs und zur Verkehrswende, die aus unserer Sicht längst überfällig ist? (FR Artikel mit Kurzcheck am Ende des Artikels).

 

Hier noch ein Bild von unserer Aktion "Radweg Royal" ... 

Kidical Mass am Sonntag 09.09.2018

Kommt zu unserer Demo für sichere Rad- und Schulwege! Es wird bunt, musikalisch und lustig!

 

Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und brauchen besonderen Schutz. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich unsicher auf dem Fahrrad oder zu Fuß auf dem Weg zu Kindergarten oder Schule, weshalb die Eltern Taxi spielen und die Kinder nicht mehr richtig lernen Rad zu fahren oder sich auf Strecken in der Stadt zu orientieren (siehe auch aktueller Artikel in der HNA, 19.08.2018). 

 

Wir von der Kampagne Radentscheid Kassel setzen uns für sichere Rad- und Schulwege ein. Dafür haben wir acht Forderungen an die Stadt gestellt, die wir mittels eines Bürgerbegehrens durchsetzen werden (Forderung 5 bezieht sich explizit auf sichere Schulwege). 

 

Wir planen am Sonntag den 09.09.2018 eine Fahrraddemo für sichere Schul- und Radwege durchzuführen. Unser Wunsch ist zusammen mit den Eltern mit einer starken Stimme zu sprechen und der Stadt zu zeigen, wie wichtig uns unser Anliegen einer kinder- und fahrradgerechten Stadt ist.

 

Los geht's um 14:00 Uhr mit Kinderschminken und Luftballonfiguren vor dem Friedericianum! Die Demo startet um 15:00 Uhr und endet am Abenteuerspielplatz in der Buga. 


30. August 2018 - Kooperation von Radentscheid und Kassel Marathon

Es gibt eine Kooperation von Radentscheid Kassel und Kassel Marathon:

https://www.kassel-marathon.de/de/Aktuelles/Aktuelles-2018/2018-08-23-Mit-dem-Rad-zum-Marathon

2. August 2018 - Sammeln, Sammeln, Sammeln...

Unser Bügerbegehren, sprich die Unterschriften-Sammlung für mehr und bessere Radwege in Kassel ist am Samstag gestartet. Ab sofort heißt es: „Sammeln, sammeln, sammeln…!“ Listen sind in unseren Sammelstellen verfügbar (s. Karte auf der Webseite), im Umwelthaus und es ist auch möglich, diese einfach selber auszudrucken.

 

Wir brauchen zwar “nur” ca. 5000 gültige Unterschriften, wir wollen allerdings 15.000 sammeln, um der Lokalpolitik zu zeigen, wie viele Menschen sich eine bessere Infrastruktur für den Radverkehr in Kassel wünschen. Dieses Ziel können wir nur mit eurer Hilfe erreichen: Sammelt Unterschriften, bewerbt den Radentscheid, macht bei Events mit, oder denkt euch eigene aus..! Zu diesem Zweck verleihen wir unseren „Promo-Stand“ sehr gerne, einfach anfragen. Bereits jetzt haben ca. 50 Geschäfte, Vereine etc. zugesagt als Sammelstellen zu fungieren. Diese Sammelstellen sollen „betreut“ werden, was vor allem bedeutet regelmäßig zu überprüfen, ob dort noch genug Liste vorhanden sind. Wer daran Interesse hat, melde sich bitte bei uns..!

 

Eine weitere Art der Unterstützung ist die finanzielle: Wir arbeiten alle ehrenamtlich für den Radentscheid und sind auf Spenden angewiesen für Druckerzeugnisse, Events usw. Bisher hat das – zum Glück – gut funktioniert. Nach dem „Eröffnungs-Wochenende“ und dem Druck der Unterschriften-Listen und Plakate ist unser Konto beim VCD jetzt so gut wie leer. Bitte füllt es auf mit kleineren und größeren Beträgen, damit unser Projekt weiterhin erfolgreich umgesetzt werden kann, so können wir beispielsweise auch unseren von Felix Kramer erstellten Radentscheid-Trailer in den Kinos zeigen und noch mehr Menschen erreichen: https://www.radentscheid-kassel.de/spenden/.

 

Am Sonntag, den 5. August, beteiligen wir uns tatsächlich am Zisselumzug. Mit Musik, geschmückten (Lasten-)Rädern und guter Laune werden wir die Veranstaltung bereichern..! Wer kurzfristig noch mitkommen möchte, melde sich bitte unter: salange@mail.de.

 

Bleibt zu sagen, dass wir ein tolles „Eröffnungs-Wochenende“ mit euch verbracht haben: Sowohl am Freitag (Critical Mass, Foto-Shooting vorm Rathaus, Einweihung des Goldenen Rads am Umwelthaus), als auch am Samstag (Feierliche Eröffnung im ASL-Gebäude) und am Sonntag (gemütliches Info-Café im Sandershaus). Aus unserer Sicht sind alle Veranstaltungen – dank euch – sehr gut „gelaufen“. Wir haben eine Menge positiver Rückmeldungen erhalten und neue Unterstützer*innen kennengelernt.

 

Besonderer Dank gilt dem AstA der Universität Kassel für die großartige Unterstützung des Radentscheids seit Projektbeginn..! Außerdem möchten wir uns bei den engagierten Studierenden der Fachschaft ASL // „BackToTheRoads-PIT2018“ // bedanken für die tolle Organisation und unserem Referenten, Ludger Koopmann vom ADFC. Wegen all dieser und vielen weiteren, tollen und engagierten Menschen gibt es den Radentscheid Kassel.

Fotos vom Eröffnungs-Wochenende:

Danke an Dieter Schachtschneider, Ronny Engelmann und Trés Joe Lie für die schönen Bilder!

28. Juli 2018 - Start der Unterschriftensammlung

Endlich: Der Radentscheid ist eröffnet, die Unterschriften-Sammlung geht los !!! Im Umwelthaus, vor dem seit Freitag unser Goldenes Rad steht, ist unsere zentrale Sammelstelle. Die Eröffnungs-Feier war nicht nur informativ, sondern auch sehr schön. 

Weitere Infos und Bilder folgen ...

Auftaktveranstaltung am 28.07.2018 Foto: Johannes Hetzer
Auftaktveranstaltung am 28.07.2018 Foto: Johannes Hetzer

20. Juli 2018 - Kurz vor Sammlungsbeginn

Es ist vollbracht! Nach wochenlangen Vorbereitungen konnten wir alle rechtlichen und formalen Stolpersteine auf dem Weg zu einem rechtlich zulässigen Bürgerbegehren aus dem Weg räumen und haben gestern, am 19. Juli in unserer Gruppensitzung die Inhalte und Forderungen des Bürgerbegehrens endgültig abgestimmt. Sie werden in Kürze hier veröffentlicht. Wir sind froh und stolz diesen wichtigen Meilenstein endlich erreicht zu haben!

 

Nun laufen die Vorbereitungen für unsere Auftaktveranstaltung am 28. Juli im ASL Neubau auf Hochtouren, in der wir die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit und der Presse darstellen werden. Dann starten wir auch zeitgleich mit der Unterschriftensammlung! Wir sind dabei ein Sammelstellen-Netzwerk in ganz Kassel einzurichten und freuen uns auf Helfer*innen die uns dabei unterstützen. 

5. Juni 2018 - Unsere Forderungen stehen

Inhalte

Am 04. Juni haben wir nach wochenlangen Ausarbeitungen mehrheitlich einen Katalog von 10 Forderungen beschlossen, für die wir ab Juli Unterschriften sammeln werden. Diese beinhalten harte Ziele wie Art und Umfang von Ausbaumaßnahmen der Rad- und Fußgängerinfrastruktur, aber auch softe Ziele wie Aufklärungs- und Informationsarbeit seitens der Stadt. Die Forderungen werden noch im Juni juristisch geprüft und anschließend veröffentlicht.

 

Kampagnenarbeit

Um mehr Menschen über den Radentscheid zu informieren verstärken wir unsere Öffentlichkeitsarbeit. Wir erstellen Druckwerke und werden auf öffentlichen Veranstaltungen zugegen sein, wir verteilen Flyer und sprechen Menschen an. Wenn du mithelfen möchtest sprich uns an, wir überlassen dir gerne einen Packen Flyer für dich, deine Freunde, Mitarbeiter oder Bekannte. Ein kleiner Trickfilmtrailer kann demnächst über öffentliche Netzwerke geteilt werden. 

 

Spenden

Von den 8.000 Euro, die wir für die juristische Prüfung (der größte Posten) sowie Druck- und Kampagnenmittel benötigen, konnten wir bereits durch den AStA sowie weitere private und institutionelle Spenden etwa die Hälfte auftreiben. Für ein weiteres Viertel haben wir mehr oder weniger feste Zusagen. Es fehlen also noch etwa 2.000 Euro, für die wir Spender benötigen. Du kannst auch mit geringen Beiträgen zum Gelingen des Bürgerentscheids beitragen! Mit 13 Euro könnten wir beispielsweise weitere 1.000 Flyer drucken und verteilen.

 

Austausch

Wir stehen in regem Kontakt mit anderen Radentscheiden und werden am 16. Juni in Köln bei der Radkomm zugegen sein, dem ersten Treffen aller Radentscheide in Deutschland. Des Weiteren sind im Juni mehrere Treffen mit der Stadtverwaltung geplant, u.A. mit dem Straßenverkehrs- und Tiefbauamt sowie dem Sachgebiet Verwaltung und Wahlen. 

8. Mai 2018 - Spendenkonto eröffnet

Bei unserem letzten Gruppentreffen haben wir uns dafür entschlossen uns, was die Finanzen betrifft, einem  gemeinnützigen Verein anzuschließen. Ab sofort haben wir beim VCD ein eigenes Konto und können Spenden annehmen und auf Wunsch auch Spendenquittungen ausstellen - vielen Dank dafür..!

Auch wurden die Fortschritte der verschiedenen Arbeitsgruppen vorgestellt. Wir haben einen Zeitplan erstellt und arbeiten derzeit intensiv an den Forderungen. Außerdem haben wir über ein Logo abgestimmt, welches ihr im Kopf sehen könnt. Derweil wurden in Darmstadt für den dortigen Radentscheid mehr als 11.000 Unterschriften an die Stadt übergeben - ein motivierendes Zeichen!

22. April 2018 - Tag der Erde

Wir waren beim Tag der Erde...

20. April 2018 - Der Prozess startet

Nach unserem Gruppentreffen am 19. April in der Uni haben wir Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenfeldern gebildet, die sich jetzt unter anderem intensiv mit der Vorbereitung des Bürgerbegehrens und der Ausarbeitung der konkreten Forderungen beschäftigen. 

Weitere Gruppen verbessern die Organisation der Initiative, so dass wir zum Beispiel auch bald schon Spenden entgegen nehmen können. Die nächsten Wochen werden also aus einer guten Idee eine relativ konkrete und organisierte Kampagne wachsen lassen. Wir freuen uns auf den weiteren Prozess..!

17. April 2018 - Ein Radentscheid für Kassel?

 

 

Die letzte Woche hat der Initiative für den Radentscheid Kassel viel Aufschwung gegeben. Seit dem ausführlichen Zeitungsartikel in der HNA und der Infoveranstaltung im Campus Center haben uns viele Menschen mit positivem Feedback und Unterstützungszusagen motiviert weiter für Verbesserungen im Radverkehr in Kassel zu kämpfen. Endlich! Vielen Dank an dieser Stelle an den AStA und den ADFC, die die Infoveranstaltung möglich gemacht haben.


Vor über 100 interessierten Personen sprachen Luisa und Robbin über die Radverkehrs-Situation in Kassel, warum sich etwas ändern muss und wie wir das erreichen wollen. Dann ließen uns David, vom Radentscheid Darmstadt, und Denis, vom erfolgreichen Volksentscheid Fahrrad Berlin, an ihren Erfahrungen in der Kampagnenarbeit teilhaben. Thematisiert wurden u.a. rechtliche Aspekte des Bürgerentscheides, Relevanz und Formen von Öffentlichkeitsarbeit und Perspektiven für den Radverkehr... Für uns war die Veranstaltung sehr bereichernd und motivierend!

Die nächsten Schritte für uns sind: Die Initiative weiter zu strukturieren, viele Gespräche zu führen und weitere Vernetzungs-Arbeit mit interessierten Einzelpersonen und Organisationen zu betreiben. Außerdem geht es nun natürlich darum unsere Forderungen konkret auszuarbeiten damit wir so bald wie möglich mit der Unterschriftensammlung starten können. Die vielen Menschen, die gerne für uns sammeln möchten, müssen wir also noch etwas vertrösten. Schon jetzt vielen Dank für die rege Beteiligung! Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Derzeit besteht unsere Gruppe aus 15-20 Personen. Und ja, es gibt bereits mehr als eine Frau in unserem Team =). Wir freuen uns jederzeit über weitere Aktive! Das nächste Gruppentreffen für alle die sich jetzt schon aktiv einbringen möchten ist am Donnerstag, den 19.4., um 20 Uhr an der Uni (Arnold Bode Straße 10 Raum 0104). Über weitere Termine informieren wir euch per Newsletter oder über unsere Homepage.

 

Für ein l(i)ebenswertes Kassel!


Für ein l(i)ebenwertes Kassel...!